Freitag, 24. April 2009

Ordnung muss sein!!!

Wo wir doch im letzten Semester so viel von den verschiedenen Kulturen und ihren Sitten und Gebräuchen gelernt haben, war es doch mal wieder schön, mit einem kleinen Vorurteil über Deutsche in Kontakt zu kommen. Gestern waren wir nämlich mal bei unserer Vermietergesellschaft und weil man sich ja informieren möchte, um auch gut planen zu können, haben wir noch schnell gefragt, wie lange im Voraus man denn seinen Auszug ankündigen muss. Die Frau meinte mit einem Blick auf ihren Kalender, dass wir das doch bitte mindestens eine Woche vorher machen sollten und dann fragte sie nach unserem Auszug. Als ich meinte, dass das nicht vor Juli ist, lachte sie und obwohl die gesamte Unterhaltung vorher auf Englisch war, kam dann ein deutsches: „Ordnung muss sein!“ von ihrem Kollegen. Irgendwie ist man sich seiner deutschen Eigenarten nicht so ganz bewusst, aber im täglichen Leben hier, stößt man dann doch ab und zu darauf. So mussten wir auch letzte Woche lernen, dass unsere dänischen Mitstudenten Karten prinzipiell erst am letztmöglichen Verkaufstag Karten kaufen. Wir hatten nämlich gehofft, gleich am Anfang viele Karten für unser tolles Event am 29. April loszuwerden. Dem war leider nicht so, um ehrlich zu sein, die Ausbeute nach dem ersten Verkaufstag belief sich auf ganze 10 Tickets. Die wiederum hatte unser vietnamesischer Dozent gekauft. (Ihr seht, die Vietnamesen scheinen auch ein anderes Zeitgefühl zu haben!) Jedenfalls, kann ich jetzt stolz verkünden, dass wir 74 Tickets verkauft haben. Außerdem haben alle echt super Arbeit geleistet und so wie es im Moment aussieht, werden wir ordentlich Gewinn machen am Mittwoch! Heute hatten wir unsere Stellprobe und mittlerweile sind wir alle ziemlich gespannt auf den Tag. Also drückt uns die Daumen, dass das Wetter so toll bleibt, wie es im Moment ist und auch sonst alles glatt läuft.

Eine andere Sache, bei der gedrückte Daumen gern gesehen sind, ist unsere Bachelorarbeit. So langsam nimmt alles Formen an. Aber es nervt auch wahnsinnig. Die ganze Zeit drinnen vorm Computer zu verbringen, während draußen die Sonne scheint, das ist schon nicht so schön. Aber in 3 Wochen ist alles vorbei und dann können wir uns wieder ein bisschen entspannen. Außerdem sind hier alle wirklich super hilfsbereit. Wie es nun leider ist, sind unsere statistischen Kenntnisse ziemlich eingerostet und mit Excel kann man leider auch nicht alles so einfach berechnen. Zum Glück gibt es einen Statistikexperten an der Uni und der hat uns heute auch gleich mal ein Programm gegeben, mit dem wir mit nur wenigen Klicks Sachen berechnen können. So langsam nähern wir uns also der Ziellinie!

Bis zum nächsten Mal, Grüße in die liebe weite Welt,
Linda

Mittwoch, 15. April 2009

Back to Reality! ... it's not so bad :)

Die Osterferien sind vorbei und die wenigen freien Tage haben ganz offensichtlich Spuren hinterlassen. Die Motivation zum fleißigen Schreiben und Studieren ist eher gering, besonders, wenn draußen die Sonne scheint und außerdem noch nicht mal alle wieder hier sind! Es war einfach zu schön, für eine kurze Zeit ein wenig das Gefühl von Urlaub zu bekommen. Wir waren zu Hause und haben dort mehr oder wenige wichtige Sachen erledigt, vor allem aber mal wieder das Hotel Mama/Papa genossen :) Ich hatte mit Johan noch zwei wundebare Tage in Prag .... naja, und jetzt sitzen wir wieder hinterm PC und legen einen satten Endspurt in Sachen BA hin. Was allerdings ziemlich aufheitert, ist die Tatsache nur noch einen (!) Monat über zu haben. Dann ist das Grauen vorbei und wir geben einen hoffentlich schlauen Packen Papier ab! Danach gibts nur noch die Prüfungen. Das heißt aber auch, dass die nächste Heimfahrt im Sommer wohl die letzte aus Dänemark sein wird.... Danach steht das Praktikum an und ich freu mich sehr, jetzt auch einen Platz ergattert zu haben :D
Bis es soweit ist, stehen aber noch jede Menge wichtige Ereignisse an. Besonders unser Event Ende April muss noch ein wenig aufgepäppelt werden was die Gästeliste betrifft. Heute steht der erste Ticket-Vorverkauf an und hinter den Kulissen machen wir uns langsam an die Details der Planung. Dass es definitiv ein richtig gutes Event werden kann, davon sind wir überzeugt - nun müssen wir nur noch unsere Mitstudenten und Dozenten zur Teilnahme motivieren! Besonders die F&B-Gruppe macht ihre Sache richtig gut. Die haben es geschafft, große Mengen Fleisch und einen riesigen Grill kostenlos zu organisieren (Zitat Morten: The man with the giant bbq will be in my dormitory tomorrow! :D). Falls also alles schief läuft, können wir uns wenigstens mit dem Kurs bei einem ausgedehnten Grillgelage überfressen....
Außerdem warten wir sehnsüchtig auf die baldige Eröffnung der Strandsaison gegen Mai. Beschweren können wir uns über das Wetter im Moment überhaupt nicht, die Sonne lacht seit Tagen vom Himmel und es grünt und blüht im Staate Dänemark. Es müsste vielleicht noch ein bisschen wärmer werden und ein Ausflug an den Strand wäre endlich mal wieder angesagt. Man muss ja nicht gleich ins Wasser gehen ... :P Ach, und natürlich muss die Picknick-Bank mal wieder zurückerobert werden .. der deutsch-holländische Kleinkrieg unter Nachbarn geht in die nächste Runde! Attacke! :)
Bis bald an dieser Stelle,
Anne

Sonntag, 29. März 2009

Aprilwetter im März

Schneewehen, Sonnenschein, Wind, Nebel, … muss ich fortfahren? Hier ist vielleicht komisches Wetter, all das in nur ein paar Tagen. Das Wetter war aber leider auch das Abwechslungsreichste in der letzten Woche. Unsere Bachelorarbeit läuft so vor sich hin. Anne und ich schreiben schon fleißig an der Theorie und Petra notiert genau, wie wir unsere Studie aufgebaut haben. Kaum denkt man, die Bachelorarbeit ist aus dem Gröbsten raus und man hat ihr die Kinderschuhe angezogen, da stellt man fest, dass sie sich eigentlich bereits in der Midlifecrisis befindet. Im Moment sind wir uns gar nicht mehr so sicher, was wir da eigentlich herausfinden wollten und ob das mit unserem Fragebogen überhaupt so klappt. Also schreibt man ein bisschen an der Theorie, nur um sich eine halbe Stunde später zu fragen, was mache ich da eigentlich? Ich hoffe, dass das alles nur eine Begleiterscheinung des gesamten Prozesses ist. Wenn man sich nicht selber hinterfragen würde, wäre es sicherlich keine gute Arbeit. Aber wir kommen zumindest voran und irgendwie werden wir da schon was Nettes zusammenbasteln.

Was passiert sonst noch? Wie gesagt, diese Woche nicht sehr viel Spannendes, bis dann gestern Abend Quentin vor unserer Tür stand und uns zu seiner kleinen Hausparty eingeladen hat. Bei so was sagt man ja nicht nein, also sind Anne, Petra und ich dann kurz nach 20.00 Uhr los. Erst gab es noch einen kleinen Zwischenstopp in Johans kleinem Einzelwarenhandel, denn Wein oder Bier hatten wir selber nicht mehr im Haus. :) Mit einer Rotweinflasche aus dem deutschen LIDL von unserem Lieblingsholländer machten wir uns dann auf den Weg zwei Häuser weiter zu Quentin. Dort saßen wir in gemütlicher Runde zusammen, bis die Hälfte der Truppe in die Stadt aufbrach. Wir haben dann den Heimweg gleich genutzt um in einer Nacht- und Nebelaktion unsere Picknickbank wieder von unserer anderen Haushälfte zurückzuerobern. Jetzt kann der Sommer kommen, wir sind vorbereitet!
Ende der Woche geht es für uns alle ja auch schon wieder zurück nach Deutschland. Einen kleinen Osterurlaub gönnen wir uns mal, bis dann im Anschluss die heiße Phase der Bachelorarbeit losgeht! An dieser Stelle schon mal Frohe Ostern von meiner Seite! Ach, dazu fällt mir noch eine kleine Episode zum Thema: „Die Dänen sind schon ein komisches Völkchen“ ein. Neben dem bereits ausführlich von uns vorgestellten Weihnachtsbier, gibt es natürlich, wie könnte es anders sein, auch ein Osterbier. Dieses ist je nach Hersteller mit kleinen Hasen und Küken versehen. Wirklich putzig, muss ich ja sagen!
Also dann, bis bald,
Linda

Samstag, 21. März 2009

21!

... ist die Zahl des Tages! So viele Leute haben schon komplett an unserer Befragung teilgenommen. Das ist zwar noch meilenweit von einer repräsentativen Stichprobe der Community entfernt, ist aber schonmal ein recht gutes Ergebnis für den ersten Tag. Gestern nachmittag konnten wir unseren Link zur Befragung der Community von FROSCH-Sportreisen endlich online stellen - nach langen herumbasteln und vielen Telefonaten mit dem Reiseveranstalter. Jetzt können wir nur hoffen, dass es so gut weitergeht und wir den Rücklaufzeitraum nicht zu lange hinziehen müssen. Bisher hat es übrigens nur Vorteile gebracht, zu dritt in der Gruppe am Projekt zu arbeiten - sechs Augen sehen mehr als zwei und in einer Gruppe kommen dann doch oft mehr Ideen und verschiedene Blickwinkel zum Vorschein, auf die man als Einzelkämpfer vielleicht nie gekommen wäre. Wir schieben und ziehen uns quasi gegenseitig ans rettende Ufer :)

Gestern abend bot sich nochmal eine Chance, dem Uni-Stress für eine Weile zu entfliehen (wer weiß, wann wir in der heißen Bachelorphase überhaupt mal wieder dazu kommen?!). Im 4. Mai-Wohnheim in der Innenstadt stieg mal wieder eine Party in der Kellerbar. Richtig gut wird sowas nur, wenn man ein paar mehr Leute mitbringt, also haben wir kurzerhand vorher noch die Nachbarn abgeklappert. Die Stimmung war wirklich gut, obwohl es gar nicht mal sehr voll war. Auch im St. George Wohnheim war gestern eine Party, doch die Motivation dafür war dann doch eher gering... viele betrunkene Menschen in einem Keller mit schlechter Akustik wird irgendwann halt langweilig. Heute feiert unser Nachbar seinen Geburtstag bei einem Grillabend nach und wir sind, wie bereits erwähnt, auch eingeladen. Im Moment steht also noch Käsestangen-Backen auf dem Plan (man will ja auch was beisteuern :p). Mit rausgehen ist heute sowieso nicht viel los - nach einer wunderbar sonnigen und teilweise sogar richtig warmen Woche hat uns das graue, windige Küstenwetter wieder eingeholt... Gestern war es gegen Mittag sogar noch so schön, dass sich Johans irischer Mitbewohner spontan mit der Gitarre auf unserer Bank vor dem Haus niedergelassen hatte und uns mit einem kleinen Konzert erfreute :)

Tzatziki - das ist übrigens das Wort des Tages. Petra hatte heute die gute Idee, ihren Kühlschrank mal gründlich zu putzen. Naja, und das lohnt sich ja auch erst so richtig, wenn man auch viel zum saubermachen hat, ne? Also Petra hat dann erstmal noch die Hälfte des Inhalts der Tzatziki-Packung auf dem Küchenschrank, dem Fußboden und der Eingangstür verteilt ... um nach dem folgenden Lachanfall voll in ihrer Tagesaufgabe aufzugehen! :) Linda stand übrigens direkt daneben und wurde wie durch ein Wunder von dieser Knoblauchattacke verschont... :D Ich muss dazu sagen, dass sich in den letzten Wochen von Wasser über Ketchup bis Bier schon so ziemlich alles über Tisch und Boden der Küche verteilt hatte...
Ich wünsche ein unfallfreies Wochenende! Anne ;-)

Mittwoch, 18. März 2009

St. Patrick’s Day im Irish Pub

Die gute Nachricht zu Beginn:

Wir dürfen unsere Umfrage in der FROSCH Community durchführen! Die bisherige Arbeit war als nicht umsonst. Vielen Dank noch mal an alle Helfer, die fleißig unseren Test-Fragebogen ausgefüllt haben!
Da haben wir gestern schon ganz schön gezittert. Jetzt heißt es aber auch wirklich mal ran an den Ball und ernsthaft etwas für die Bachelorarbeit tun.

Gestern war St. Patrick’s Day und wenn man schon mal einen Irish Pub in der Stadt hat, dann sollte man doch gerade zu diesem Anlass definitiv dort vorbeischauen. Also sind Anne, Petra und ich abends mit Dan und Jörg in die Stadt gefahren. Der Pub war ziemlich voll mit Leuten, die lustige Guinness Hüte, glitzernd grüne Krawatten oder St. Patrick’s T-Shirts trugen. Später kamen auch noch ein paar unserer Nachbarn aus dem Hedelundvej. Und so war es ein lustiger Abend bei Live-Musik, mit leider viel zu wenig Plätzen für den ganzen Andrang. Wir werden sicherlich bald mal wieder donnerstags zum Pub Quiz dort vorbeischauen. Der Moderator ist ja Johans neuer Mitbewohner, vielleicht räumt uns das bessere Chancen auf den Sieg ein…

Heute steht erstmal noch der Feinschliff für unseren Fragebogen auf dem Plan, damit die Umfrage so schnell wie möglich beginnen kann.
Spätestens am Wochenende gibt es wieder viel von uns hier zu berichten!
Linda