Dienstag, 26. Mai 2009

Dänischer Lunch

Am Donnerstag haben wir unsere letzte Vorlesung in Dänemark. Ab nächster Woche beginnen auch schon die Prüfungen und dann ist am 12.6. alles wieder vorbei. Deshalb genießen wir jetzt gerade schon die letzte Zeit hier. Heute gab es eine kleine Abschlussveranstaltung vom Auslandsamt. Wir waren zu einem traditionellen dänischen Mittagessen eingeladen und haben nebenbei noch ein paar Infos für unsere Heimreise erhalten.
Am Freitag werden wir nach Fanø fahren und mit unserem Event Kurs gemeinsam bei unserer Dozentin essen. Sie hat uns zum Abschluss des Kurses zu sich eingeladen. Hoffentlich wird das Wetter wieder etwas besser!
Wenn wir gerade nicht an Hausarbeiten schreiben oder Mittag essen, machen wir lustige Spiele draußen vor unserem Haus. So jedenfalls war es am Samstag, als wir mit einer Weinflasche als Schläger und einem Tennisball vor unserem Haus eine Runde Baseball gespielt haben. Der Versuch unsere Nachbarn für die Spiele zu begeistern war weniger erfolgreich, allerdings kamen sie dann doch später noch in unserer Küche vorbei. So hatten wir einen schönen langen Abend. Nach der ganzen stressigen Zeit ohne irgendwelche Feiern war es wirklich nett mal wieder einen Abend einfach nur zusammen zu sitzen und Spaß zu haben.
Für dieses Wochenende haben Anne und ich uns vorgenommen unsere Route durch Dänemark zu planen. Dann können wir endlich unser Interrail Ticket bestellen und dann geht es Ende Juni los mit unserer Erkundungstour durch Dänemark! Ich freu mich schon, denn das heißt auch, dass die Prüfungen alle vorbei sind und wir somit alle nötigen Prüfungen für unseren Bachelor abgelegt haben. Dann fehlt nur noch das Praktikum. Ein weiteres Abenteuer, dass in wenigen Wochen beginnt!
Bis zum nächsten Mal, Grüße in die Welt!
Linda

Dienstag, 19. Mai 2009

Ruhe nach dem Sturm

... ist eingekehrt wenige Tage nach Abgabe der Bachelor-Arbeit. Das Leben kommt einem gleich wieder viel entspannter vor und endlich können mal Dinge erledigt werden, für die man sonst kaum Zeit fand. Donnerstag letzte Woche haben wir nachmittags erstmal sechs Stunden in Hennings Kælder verbracht - bei Trinkspielen und jede Menge skandalösen Enthüllungen! :) Annelie war so betrunken, dass sie danach halbnackt durchs Foyer gelaufen ist ... ich lasse die Details jetzt hier mal aus. Uns gings danach recht gut - man musste ja auch fit sein, für die sehr amüsanten Topfmodels am Abend :)
Weil dann aber Linda und ich alleine im Haus waren, ging übers Wochenende irgendwie nicht viel. Aus lauter Langeweile hat sie dann sogar schon angefangen, Material fürs Final Paper im Eventkurs zu sammeln (!), wofür ich dann doch noch keinen Nerv hatte. Dazu kam noch das miese Wetter, das uns natürlich genau einen Tag nach der erlösenden Abgabe mit Regen und Wind erfreute. Gestern gabs dann aber zum Trost selbstgemachte Pizza und einen gemütlichen Filmabend und morgen: tada! gehts zum Chinesen in der Stadt ans Buffetplündern :P
Auch die Vorlesungen neigen sich jetzt dem Ende zu, heute gabs eine Zusammenfassung von Thong zum Consumer Behavior und morgen dann zum letzten mal Deutsch Verhandlungstechnik. Na, da freuen wir uns doch mal drauf ... :-/
Soweit von uns! Wir sitzen hier und warten auf Strandwetter - bis dahin, Anne

Donnerstag, 14. Mai 2009

Der beschwerliche Weg zur Abgabe der Bachelorarbeit

Dänemark, 13 Mai 2009, die Zeiger der Uhr waren gerade auf 15.01 Uhr gesprungen als drei glückliche bachelorgeplagte deutsche Mädels den Copyshop verließen. Aber was war passiert? Nun folgend kommt eine Darstellung der Ereignisse, so wie sie sich zugetragen haben:

Alles begann morgens mit einem frühen Aufstehen. Nach Frühstück und Abwasch setzten wir uns um kurz nach 9 Uhr wieder an unsere Computer, um die letzten Arbeiten an unserer Bachelorarbeit zu beenden. Nachdem ich die schätzungsweise hundertste Suchfunktion in Word eingegeben hatte, um sicherzustellen, dass alle Wörter kursiv geschrieben waren, die auch kursiv sein sollten, war ich gegen 9.55 Uhr schon recht genervt. Um kurz nach 10 Uhr hörten wir dann wie die Haustür aufgeschlossen wurde. Erster Gedanke: Oh, Anika kommt nach Hause. Zweiter Gedanke beim Anblick eines fremden Mannes: Oh, die Gardinen werden heute gewechselt! Denn nachdem wir nunmehr 9 Monate mit kaputten Gardinen und Rollos gelebt hatten, wollte man uns natürlich gerade jetzt, wo unsere Nerven durch den Bachelor ohnehin angespannt waren, von diesem Leid erlösen. Also saß ich mit Petra in ihrem Zimmer, verglich letzte Änderungen, während neben mir mit der Bohrmaschine Löscher in die Wand gebohrt wurden. Als wäre das nicht alles schon makaber genug, erhielten wir gegen 12 Uhr die wunderbare Botschaft, dass der Bookshop, in dem wir unsere Arbeit binden lassen wollten, am Donnerstag geschlossen hat. Am Mittwoch war er nur noch bis um 15 Uhr auf und ein Blick auf die Uhr verriet uns, dass das ganz schön knapp werden würde. Als sich nach sämtlichen Änderungen, das Inhaltsverzeichnis zum wiederholten Male dazu entschied, die richtige Zählweise zu vergessen, sahen wir die Möglichkeit, die Bachelorarbeit am Mittwoch noch zu beenden als nicht mehr existent an.
Dennoch machten wir uns um 13.55 Uhr mit fertiger Arbeit auf den Weg zur Uni. Dort angekommen war zum Glück ein Drucker frei und funktionierte sogar. Das ist hier nämlich nicht so selbstverständlich, erst am Dienstag gab es einen Druckertotalausfall. Es war 14.45 Uhr, drei Exemplare der Bachelorarbeit waren gedruckt, allerdings fehlten uns noch die Farbseiten. Leider wurde der einzige Farbdrucker im Gebäude blockiert also mussten wir uns auf die Suche nach einem anderen machen. Daher rannten Petra und ich ins andere Gebäude, um einen Farbdrucker zu finden. Der funktionierte leider nur vom PC aus, also ging es im Eiltempo wieder zurück, um den Druckauftrag einzuleiten. Um 14.55 Uhr rannte Petra wieder los, um die gedruckten Farbkopien abzuholen und Anne ging in den Bookshop, damit sie nicht vor unserer Nase schließen würden. Um ca. 14.58 Uhr wurden unsere Bachelorarbeit dann gebunden und so konnten wir um 15.01 Uhr strahlend aus dem Bookshop gehen, der hinter uns dann auch seine Türen schloss.

Erfolg auf ganzer Linie also, trotz einiger Hindernisse. Wir haben die Arbeit erstmal in der Uni zwischengelagert und werden sie nachher zusammen mit unserer Kurzzusammenfassung abgeben. Danach haben wir es uns verdient auf die harte Arbeit in den letzten Monaten anzustoßen. Wer uns also sucht, ihr findet uns in Hennings Kælder! Und ab morgen irgendwo draußen auf der Wiese, den Sonnenschein genießend! ;)

Freitag, 1. Mai 2009

Celebrate Life - und mach dich ordentlich zum Affen!

Guten Tag!
Eigentlich wollte ich erst heute abend später mal was posten, aber ich brauch gerade mal eine Pause von dem vielen hochwissenschaftlichen Geschwafel in der Thesis :). Daher mache ich mich gleich jetzt mal daran das neuste zu berichten und fange mit dem langweiligen Kram an .... also ja, es geht vorwärts, man kann schon in Teilen erkennen, dass das hier mal ne BA werden soll! Aber ich kann es ja hier mal zugeben ... es schleppt und quält sich schon ganz schön. Statistik ist ein Arschloch (das hatte ich ja schonmal erwähnt, oder?), aber das Zusammenbauen und Umschreiben ist noch schlimmer. Zum Glück gibts genügend Leidensgenossen ringsum :P

Jetzt aber mal zum eigentlichen Geschehnis dieser Woche: Das EVENT! Mensch, sind wir vielleicht stolz, dass alles so gut hingehauen hat! Was hatten wir uns nicht alle vorher für Sorgen deswegen gemacht und schreckliche Szenarien durchgespielt: Vom totalen Stromausfall über nicht genug Essen auf dem Buffet bis hin zur nuklearen Kathastrophe während der Spiele .... Moment, das war jetzt falsch ... also bis zum Dauerregen während der Spiele ;-) --- alles schon vor dem geistigen Auge gehabt. Und dann: nix! Sonne satt den ganzen Nachmittag, obwohl es vormittags noch geregnet hatte. Volles Sportfeld neben der Kantine ab vier Uhr und jede Menge enthusiastische Menschen, die sich bei reichlich bescheuerten Spielen mit viel Einsatzfreude für ihr Team zum Affen gemacht haben. Wir hatten unter anderem im Angebot Sumoringen mit Riesenanzügen, Schubkarrenlauf (ja, genau das, wo einer mit Kopf nach unten auf der Wiese rumkriechen muss!), Sackhüpfen und Kartoffellauf (sollte eigentlich Eierlauf sein...). Das Highlight: Kleine Fussballturniere auf Minispielfeld, bei dem immer vier Leute gegeneinander antraten und - eine Brille aus weißen Plastebechern mit Loch untern drin aufhatten! Ständig wiederkehrende Frage war 'Wo zur Hölle ist der Ball?!' während der Spieler direkt daneben stand :D
Auch später am Abend lief alles super. Die Band spielte gut und das Essen war fantastisch. Und natürlich viel zu viel! (Daher gab es gestern nachmittag noch eine Resteessen im Wohnheim.) Besonders positiv war, dass wirklich alle mit vollem Einsatz bei der Sache waren, zuverlässig ihre Schichten wahrnahmen und immer mit anpackten wenn es nötig war. Beste dänisch-deutsche Kooperation also. Einen großen monetären Gewinn dürften wir alleine schon durch den enormen Bierkonsum unserer Gäste an diesem Tag erwirtschaftet haben... :) Die endgültige Evaluation mit einer Fokusgruppe steht noch aus, aber bereits jetzt sind wir der Meinung dieses Event eindeutig als Erfolg verbuchen zu können!
Soviel also erstmal dazu. Ich wünsche ein schönes Wochenende!
Anne

Freitag, 24. April 2009

Ordnung muss sein!!!

Wo wir doch im letzten Semester so viel von den verschiedenen Kulturen und ihren Sitten und Gebräuchen gelernt haben, war es doch mal wieder schön, mit einem kleinen Vorurteil über Deutsche in Kontakt zu kommen. Gestern waren wir nämlich mal bei unserer Vermietergesellschaft und weil man sich ja informieren möchte, um auch gut planen zu können, haben wir noch schnell gefragt, wie lange im Voraus man denn seinen Auszug ankündigen muss. Die Frau meinte mit einem Blick auf ihren Kalender, dass wir das doch bitte mindestens eine Woche vorher machen sollten und dann fragte sie nach unserem Auszug. Als ich meinte, dass das nicht vor Juli ist, lachte sie und obwohl die gesamte Unterhaltung vorher auf Englisch war, kam dann ein deutsches: „Ordnung muss sein!“ von ihrem Kollegen. Irgendwie ist man sich seiner deutschen Eigenarten nicht so ganz bewusst, aber im täglichen Leben hier, stößt man dann doch ab und zu darauf. So mussten wir auch letzte Woche lernen, dass unsere dänischen Mitstudenten Karten prinzipiell erst am letztmöglichen Verkaufstag Karten kaufen. Wir hatten nämlich gehofft, gleich am Anfang viele Karten für unser tolles Event am 29. April loszuwerden. Dem war leider nicht so, um ehrlich zu sein, die Ausbeute nach dem ersten Verkaufstag belief sich auf ganze 10 Tickets. Die wiederum hatte unser vietnamesischer Dozent gekauft. (Ihr seht, die Vietnamesen scheinen auch ein anderes Zeitgefühl zu haben!) Jedenfalls, kann ich jetzt stolz verkünden, dass wir 74 Tickets verkauft haben. Außerdem haben alle echt super Arbeit geleistet und so wie es im Moment aussieht, werden wir ordentlich Gewinn machen am Mittwoch! Heute hatten wir unsere Stellprobe und mittlerweile sind wir alle ziemlich gespannt auf den Tag. Also drückt uns die Daumen, dass das Wetter so toll bleibt, wie es im Moment ist und auch sonst alles glatt läuft.

Eine andere Sache, bei der gedrückte Daumen gern gesehen sind, ist unsere Bachelorarbeit. So langsam nimmt alles Formen an. Aber es nervt auch wahnsinnig. Die ganze Zeit drinnen vorm Computer zu verbringen, während draußen die Sonne scheint, das ist schon nicht so schön. Aber in 3 Wochen ist alles vorbei und dann können wir uns wieder ein bisschen entspannen. Außerdem sind hier alle wirklich super hilfsbereit. Wie es nun leider ist, sind unsere statistischen Kenntnisse ziemlich eingerostet und mit Excel kann man leider auch nicht alles so einfach berechnen. Zum Glück gibt es einen Statistikexperten an der Uni und der hat uns heute auch gleich mal ein Programm gegeben, mit dem wir mit nur wenigen Klicks Sachen berechnen können. So langsam nähern wir uns also der Ziellinie!

Bis zum nächsten Mal, Grüße in die liebe weite Welt,
Linda